Zentrum für Peripherie

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©2017 Ute Reeh | Erste Baumscheibe in der Prignitz auf der Wiese des Zentrums für Peripherie

Erste Baumscheibe, zweites Wiesengespräch

Am 3. Juni präsentiert das Zentrum für Peripherie die erste Baumscheibe in der Prignitz auf seiner Wiese in Nebelin. Um 15 Uhr findet die Eröffnung statt; anschliessend, gibt es das 2. Wiesengespräch: “Zukunft in der Peripherie”.

Zweites Wiesengespräch zur Eröffnung der Baumscheibe im Zentrum für Peripherie: Steffen Klotz und Paul Klever studieren Urban Design an der TU Berlin. Sie haben über ein Jahr lang die Prignitz untersucht und sind der Frage nach der Beschaffenheit des ländlichen Raums nachgegangen. Sie haben Kräfte, die den Raum bestimmen identifiziert und ihre Wirkungsweisen und den Niederschlag nachvollzogen. Mit diesem Wissen gehen sie auf die Suche nach der Zukunft der Prignitz. Wie kann es hier in Zukunft aussehen? Welche Schritte sind möglich? Welche Veränderungen?

Die Ergebnisse der Arbeit werden erstmals in der Prignitz präsentiert. Anschließend möchten wir die Zukünfte des Raums diskutieren.

ÖFFNUNGSZEITEN ZUR ELBELANDPARTIE 2017:
Samstag, 03. Juni 2017: 15–20 Uhr

Das Zentrum für Peripherie widmet sich der künstlerischen Praxis und Strategie zur Erforschung der Thematik Randgebiet.

„Was sind Peripherien, was sind ihre besonderen Potentiale?“ Diesen Fragen geht das Zentrum für Peripherie in Theorie und Praxis nach. Es untersucht die Bedingungen sozialer Prozesse und deren Wechselwirkungen mit Kunst und Gesellschaft. Künstler, Handwerker, Architekten, Kuratoren, Philosophen und Wissenschaftler werden einbezogen. Grundlage ist eine partizipative Arbeitsweise. Alle Beteiligten stellen ihre Ideen einem im Prozess entstehenden gemeinsamen Ziel zur Verfügung. Dieses Ziel bildet wiederum eine Mitte, ein Zentrum.

Ausgehend von der historischen Erfahrung, dass Zentren jederzeit wieder zu Peripherien werden können und umgekehrt, ist das Verhältnis mit Spannung, Macht und Einfluss verknüpft. Eine gesellschaftliche Veränderung im Sinn eines Schwindens von Hierarchien wird sich auf die Beziehung von Zentren zur Peripherie auswirken.

Das Zentrum für Peripherie nimmt die Situation Peripherie als Potenzial, Ausgangspunkt, Material, Freiraum.

Die Qualitäten der Ränder werden in den Vordergrund gestellt. Die sozialen und geografischen Ränder der Gesellschaft, die Peripherie, das Schrumpfen, wird in seinen Möglichkeiten betrachtet. Der Freiraum, den die Peripherie bedeuten kann, wird beobachtet und genutzt. Das Zentrum für Peripherie hat seine Nebenstellen in jedem Ort, der in eines seiner Projekte einbezogen ist. Sein geografischer Stützpunkt befindet sich in Nebelin, einem kleinen Ort in der Mitte zwischen Berlin und Hamburg.

Zentrum für Peripherie
Nebeliner Dorfstraße 35
19357 Nebelin
T: 038793 904-808
E: Ute Reeh
W: Zentrum für Peripherie

Zeichnung: ©2017 Ute Reeh