Evgl. Kirche Mödlich

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Der Alabasteraltar von Mödlich.

Der Altaraufsatz mit den Alabasterreliefs aus dem 15. Jahrhundert ist eine englische Arbeit aus den Werkstatten um Nottingham oder London. Er ist der einzige seiner Art in historischer Aufstellung in Deutschland.

ÖFFNUNGSZEITEN ZUR ELBELANDPARTIE 2017:
Samstag, 03. Juni 2017: am 14 Uhr
Sonntag, 04. Juni 2017: am 14 Uhr

In seiner erhaltenen Konstellation als Ausstattungsstück vor der ursprünglichen Kulisse der Evangelischen Kirche in Mödlich ist er eine echte Sensation. Die Freuden der Maria sind das Thema des mittelalterlichen Reliefzyklus. Im Einzelnen zeigen die Szenen die Verkündigung an Maria, die Anbetung des Kindes durch die Heiligen Drei Könige, die Auferstehung Christi, die Himmelfahrt Christi und die Krönung der Maria.

Die Darstellungen sind fein und kleinteilig, stellenweise sogar vollplastisch ausgebildet. Die sichtbare farbliche Gestaltung stammt von 1894, als auch der hölzerne Schrein mit dem Kruzifix aus Bronze angefertigt wurde. Die Gesichter, die Gewandinnenseiten und die Landschaften sind bemalt, Gewandsaume, Kronen und andere Details sowie die Hintergrunde sind bronziert. An den Gewändern und Händen ist das Alabastermaterial sichtbar.

Zahlreiche derartige Altäre wurden in England im gesamten 15. Jahrhundert hergestellt und auf das Festland, besonders nach Frankreich, aber auch nach Skandinavien, Deutschland und Spanien exportiert. Mit der Reformation endete die Produktion und in den protestantischen Gegenden wurden wohl viele Altäre zerstört. Im Verlauf des 19.Jahrhunderts entdeckten Kunsthistoriker und Sammler die Reliefs wieder, weshalb heute in vielen Museen einzelne Beispiele dieses Kunstschaffens zu sehen sind. Die Alabasterreliefs in der Mödlicher Kirche sind wohl schon seit dem ausgehenden Mittelalter Bestandteil des Altars.

WEITERE ÖFFNUNGSZEITEN:
Mai bis Oktober: Sa. 14 Uhr (Führung)

Evgl. Kirche Mödlich
19309 Mödlich
T: 038792 779-0 (Fria Hagen)
E: mail@pension-am-elbdeich.de